Hannes war ein junger Hase mit langen Ohren und einem schnellen Blick. Er lebte auf einer weiten Wiese nahe eines Waldes, in dem es nach frischem Gras, Blumen und Morgentau roch. Hannes mochte vieles: rennen, knabbern, buddeln. Doch oft dachte er an das, was er gerade nicht hatte.
An diesem Morgen wachte Hannes auf und spürte ein leichtes Murren in seinem Bauch. Die Sonne schien, aber Hannes dachte: Es ist noch kühl. Das Gras war grün, doch Hannes dachte: Ich hätte lieber Klee. Als er zum Frühstück kam, gab es Möhren. Hannes seufzte. Schon wieder Möhren.
Seine Mama beobachtete ihn eine Weile. Sie sagte nichts, sondern reichte ihm ruhig sein Frühstück. Hannes knabberte lustlos und schaute über die Wiese. Andere Tiere waren unterwegs. Einige lachten, andere arbeiteten. Alles schien ganz normal.
Nach dem Frühstück sollte Hannes seiner Mama helfen, Kräuter zu sammeln. Zuerst hatte er keine Lust. Doch dann hoppelte er los. Er spürte den Boden unter seinen Pfoten, hörte die Vögel singen und bemerkte, wie warm die Sonne inzwischen geworden war.
Ohne es zu merken, wurde sein Schritt langsamer. Er blieb stehen und roch an einer Blume. Sie duftete süß. Hannes hob den Kopf und sah den Himmel. Er war weit und blau.