Max und die neue Schaukel

Max liebt den Spielplatz und besonders seine Lieblingsschaukel. Doch als die neue Lina einfach auf seine Schaukel springt, wird Max' Gesicht heiß und sein Bauch zieht sich zusammen. Ein Mix aus Ärger und Traurigkeit überflutet ihn. Seine Mutter zeigt ihm, wie er mit Eifersucht umgehen kann – durch bewusstes Atmen und freundliches Teilen.

Max und die neue Schaukel
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Max war ein lebhafter Junge, der den Spielplatz über alles liebte. Er kannte jede Ecke, jedes Klettergerüst und jede Rutsche. Besonders mochte er die große Schaukel, auf der er am höchsten schwingen konnte.

Eines Tages kam eine neue Familie in den Park, und ihre Tochter, Lina, war ungefähr gleich alt wie Max. Sie sprang direkt auf die große Schaukel, die Max normalerweise für sich allein beanspruchte. Max spürte sofort ein Ziehen im Bauch, seine Hände wurden fest, und sein Gesicht wurde heiß. Ein merkwürdiges Gefühl breitete sich aus – ein Mix aus Ärger und Traurigkeit. „Warum darf sie zuerst?", dachte Max.

Er wollte rufen, schubsen oder weggehen, aber tief in ihm wusste er, dass er Lina nicht verletzen wollte. Stattdessen setzte er sich auf eine Bank in der Nähe und beobachtete die Szene. Sein Herz klopfte, und die Eifersucht ließ ihn fast vergessen, dass er eigentlich spielen wollte.

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Max' Mutter bemerkte ihn und kam zu ihm. Sie setzte sich neben ihn und sagte ruhig: „Ich sehe, dass du gerade wütend und traurig bist. Das ist Eifersucht, ein ganz normales Gefühl."

Sie schlug vor, dass Max tief ein- und ausatmen sollte, während er die Situation beobachtete. „Manchmal hilft es, einen Moment innezuhalten, bevor wir handeln", erklärte sie.

Max atmete bewusst ein und aus. Danach stand er auf, ging zur Schaukel und fragte Lina freundlich: „Darf ich als Nächstes schaukeln?" Lina nickte und lächelte. Max spürte, wie die Spannung in seinem Bauch langsam verschwand.

Er merkte, dass es Freude machen konnte, zu teilen. Die Eifersucht war noch da, aber sie fühlte sich kleiner an. Max erkannte, dass es normal ist, manchmal eifersüchtig zu sein, aber man kann Wege finden, die Freude nicht zu verlieren und Freundschaften zu pflegen.

🎠 Die Atem-Pause-Technik – Eifersucht bewusst begegnen

Diese Übung hilft Kindern, in eifersüchtigen Momenten innezuhalten:

  • Das Gefühl erkennen: „Ich fühle mich eifersüchtig und wütend"
  • Einen Moment pausieren: Sich zurückziehen, bevor man impulsiv handelt
  • Bewusst atmen: Tief ein- und ausatmen, 3-5 Mal
  • Die Situation neu bewerten: „Was kann ich tun, ohne andere zu verletzen?"
  • Freundlich kommunizieren: Höflich nachfragen, statt zu fordern

Diese Technik fördert Selbstregulation und zeigt, dass zwischen Gefühl und Handlung Raum für bewusste Entscheidungen liegt. Sie stärkt soziale Kompetenz und Konfliktlösungsfähigkeiten.

💡 Gesprächsanregung für Eltern

Mögliche Fragen nach dem Vorlesen:

• Was liebt Max am Spielplatz am meisten?
• Wer kommt neu auf den Spielplatz?
• Was macht Lina, das Max ärgert?
• Wie hat sich Max gefühlt?
• Was wollte Max zuerst tun?
• Was hat seine Mutter ihm geraten?
• Was hat Max gemacht, um sich zu beruhigen?
• Wie hat Max Lina angesprochen?
• Was hat Max über Eifersucht gelernt?
• Hilft dir Atmen auch, wenn du wütend bist?

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