Theo war ein kleiner Igel mit feinen Stacheln und einer sehr wachen Nase. Er lebte am Rand einer großen Wiese, dort, wo der Wald begann und die Gräser im Wind flüsterten. Theo war gern für sich. Er mochte es, Dinge genau zu beobachten. Doch manchmal fühlte sich das Alleinsein anders an.
An diesem Nachmittag spielten die anderen Tiere weiter hinten auf der Wiese. Sie lachten, rannten und riefen sich zu. Theo blieb an seinem Lieblingsplatz sitzen, unter einem alten Apfelbaum. Er hatte zuerst gedacht, es wäre schön, hier allein zu sein. Doch je länger er dort saß, desto stiller wurde es in ihm.
Theo hörte die Stimmen der anderen, aber sie fühlten sich weit weg an. In seinem Bauch entstand ein kleines Ziehen. Es war kein lauter Schmerz. Eher eine leise Leere. Theo kuschelte sich enger zusammen.
Warum bin ich gerade nicht dabei?, fragte er sich. Will mich niemand holen? Diese Gedanken machten ihn schwer.
Der Wind bewegte die Blätter über ihm, und ein Apfel fiel leise ins Gras. Theo hob ihn auf, aber selbst der Duft machte ihn nicht fröhlich.