Frieda Fuchs und der ganz gewöhnliche Tag

Frieda ist eine kleine Füchsin mit flauschigem, rotbraunem Fell und wachen Augen. Sie liebt Abenteuer, aber auch ruhige Tage. An diesem Morgen wacht sie auf und merkt: Heute ist ein ganz normaler Tag. Zuerst ist sie enttäuscht – doch dann entdeckt sie etwas Wunderbares. Eine warmherzige Geschichte darüber, dass Freude oft in den kleinen, stillen Momenten wohnt und nicht laut oder aufregend sein muss.

Frieda Fuchs und der ganz gewöhnliche Tag
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Frieda war eine kleine Füchsin mit flauschigem, rotbraunem Fell und wachen Augen. Sie lebte am Rand eines Waldes, in dem es nach Moos, Erde und frischer Luft roch. Frieda liebte Abenteuer, aber sie liebte auch ruhige Tage. Tage, an denen nichts Besonderes passierte.

An diesem Morgen wachte Frieda auf und hörte dem Wald zu. Kein Sturm, kein großes Ereignis. Nur Vogelstimmen, raschelnde Blätter und das leise Plätschern eines Baches. Frieda streckte sich und dachte: Heute ist ein ganz normaler Tag.

Zuerst war sie ein kleines bisschen enttäuscht. Kein Ausflug, kein Fest, keine Überraschung. Doch dann bemerkte sie etwas anderes. Die Sonne schien warm auf ihr Fell. Ihr Bau war gemütlich. Ihr Bauch war satt.

Frieda ging hinaus und lief ein Stück durch den Wald. Sie hörte ihre Pfoten auf dem Boden, spürte den Wind in ihrem Gesicht und sah, wie das Licht zwischen den Bäumen tanzte. Ohne es zu merken, wurde ihr Schritt leichter.

Sie traf ihren Freund Benni Dachs. Gemeinsam setzten sie sich auf einen Baumstamm. Sie sagten nicht viel. Und genau das fühlte sich gut an.

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Später setzte sich Frieda allein ans Bachufer. Sie beobachtete das Wasser, wie es Steine umspülte und kleine Kreise bildete. Frieda atmete tief ein. Etwas Warmes breitete sich in ihrer Brust aus. Es war kein lautes Lachen. Kein Springen. Es war ruhig.

Frieda dachte nach. Ich bin hier. Mir geht es gut. Genau jetzt.

Da verstand sie: Freude muss nicht aufregend sein. Manchmal ist Freude einfach da, wenn man stehen bleibt und merkt, was schon alles gut ist.

Als Frieda abends in ihren Bau zurückkehrte, fühlte sie sich leicht und zufrieden. Der Tag war nicht besonders gewesen. Und genau deshalb war er schön.

Frieda wusste nun: Freude wohnt oft in den kleinen Momenten. Man muss sie nicht suchen. Man darf sie entdecken.

🦊 Die Frieda-Technik – Die stillen Momente entdecken

Diese Übung hilft Kindern, innere Zufriedenheit zu spüren:

  • Dem Alltag zuhören: Was höre ich gerade? Vögel, Wind, eigene Schritte – die kleinen Geräusche wahrnehmen
  • Spüren, was schon gut ist: Die Sonne auf der Haut, ein gemütlicher Platz, ein voller Bauch – erkennen, was bereits da ist
  • Tief einatmen: Bewusst atmen und das warme Gefühl in der Brust bemerken
  • Einen Moment ganz bei sich sein: Nicht rennen, nicht suchen – einfach da sein und spüren
  • Sich sagen: „Mir geht es gut. Genau jetzt." – Die Zufriedenheit im Moment erkennen

Diese Technik zeigt, dass Freude nicht immer laut oder aufregend sein muss. Sie vermittelt, dass wahres Glück oft in den stillen, gewöhnlichen Momenten wohnt und dass man nicht nach großen Ereignissen suchen muss, um zufrieden zu sein.

💡 Gesprächsanregung für Eltern

Mögliche Fragen nach dem Vorlesen:

• Wo lebt Frieda und was liebt sie?
• Was hörte Frieda an diesem Morgen?
• Warum war Frieda zuerst enttäuscht?
• Was bemerkte Frieda dann?
• Wen traf Frieda im Wald?
• Was machte Frieda am Bachufer?
• Was breitete sich in Friedas Brust aus?
• Muss Freude immer aufregend sein?
• Kennst du auch solche stillen, schönen Momente?
• Was ist bei dir schon alles gut – genau jetzt?

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