Maja war ein fröhliches Mädchen, aber ihre Freude war oft laut. Sie lachte, sprang, rannte und erzählte viel. Still sein mochte sie nicht besonders. Still fühlte sich für sie manchmal leer an.
An diesem Tag war Maja bei ihrer Tante zu Besuch. Die Tante wohnte in einem kleinen Haus mit einem Garten, in dem es nach Kräutern, Sonne und Holz roch. Es gab kein Trampolin, keinen Fernseher und keine lauten Spiele.
Zuerst fand Maja das langweilig. Sie lief durch den Garten, setzte sich hin, stand wieder auf. Ihr Kopf suchte nach etwas Aufregendem. Doch nichts passierte.
Dann entdeckte sie eine Katze, die zusammengerollt auf der Bank lag. Die Katze bewegte sich kaum. Maja setzte sich daneben. Sie hörte das leise Schnurren und spürte die warme Luft auf ihrer Haut.
Langsam wurde Majas Körper ruhiger. Sie streckte ihre Beine aus und lehnte sich zurück. Ihr Atem wurde weich.