Ben war ein neugieriger Junge mit schnellen Beinen und einem wachen Blick. Er liebte den Spielplatz, besonders das Rennen, Rutschen und Verstecken. Doch es gab eine Sache, die er immer nur von unten betrachtete: die hohe Kletterwand aus Holz, mit bunten Griffen und einer kleinen Glocke ganz oben.
Jedes Mal, wenn Ben davorstand, spürte er ein Kribbeln in seinem Bauch. Seine Hände wurden ein wenig kalt, und sein Blick wanderte nach oben. Das ist zu hoch, dachte er. Was, wenn ich abrutsche? Was, wenn alle sehen, dass ich es nicht schaffe?
Andere Kinder kletterten hinauf, lachten und läuteten die Glocke. Ben machte einen Schritt zurück. Er tat so, als würde ihn etwas anderes interessieren. Doch in seinem Inneren wünschte er sich, mutig zu sein.
An diesem Nachmittag setzte sich Bens Vater neben ihn auf die Bank. „Du schaust die Wand schon lange an", sagte er ruhig. „Was sagt dein Bauch?"
Ben überlegte. „Er ist ganz durcheinander", antwortete er ehrlich.