Ben war ein junger Bär mit einem warmen, braunen Fell und einem sehr großen Herzen. Er lebte mit seiner Familie am Rand eines dichten Waldes, in dem es nach Moos, Beeren und frischer Erde roch. Ben liebte seinen Alltag. Besonders liebte er es, ihn mit seinem besten Freund Finn zu teilen, einem kleinen, schlauen Fuchs mit buschigem Schwanz.
Jeden Tag trafen sich Ben und Finn am gleichen Platz. Sie spielten Fang, erzählten sich Geschichten und erfanden Abenteuer. Wenn Ben lachte, lachte Finn mit. Wenn Finn müde war, wartete Ben.
Eines Morgens wachte Ben auf und spürte sofort, dass etwas anders war. Der Platz vor seiner Höhle war still. Kein Fuchs wartete dort. Ben schaute sich um, rief nach Finn – aber niemand antwortete.
Später erfuhr Ben, dass Finn mit seiner Familie in einen anderen Teil des Waldes gezogen war. Ganz plötzlich. Niemand hatte Ben vorher Bescheid gesagt.
In Bens Bauch entstand ein großes, leeres Gefühl. Es war, als wäre dort ein Loch. Seine Pfoten fühlten sich schwer an, und seine Augen wollten sich schließen.
Alles im Wald erinnerte Ben an Finn: der Baumstamm, auf dem sie gesessen hatten, der Pfad, den sie jeden Tag gegangen waren, sogar das Rascheln der Blätter.
Ben wollte spielen – aber allein machte nichts Spaß.