Am dritten Kindergartentag wachte Tom mit einem besonderen GefĂŒhl auf. Es war nicht mehr aufregend oder ein bisschen unheimlich wie am ersten Tag. Nein, heute fĂŒhlte es sich vertraut an â wie nach Hause kommen. Er freute sich darauf, Mia, Felix, Alva und natĂŒrlich Lilli wiederzusehen.
Beim FrĂŒhstĂŒck zu Hause erzĂ€hlte er Mama von dem geheimnisvollen Platschen, das sie gestern gehört hatten. âMama, da ist etwas beim Wasser im Garten. Etwas, das GerĂ€usche macht."
Mama lĂ€chelte. âVielleicht ein Frosch? Oder ein kleiner Vogel, der badet?"
Tom schĂŒttelte den Kopf. âEs klang gröĂer. Und es hat⊠vibriert."
Im Kindergarten angekommen, stĂŒrmten die vier Freunde sofort in den Garten. Die alte Wasserpumpe aus Holz stand am Rand des Spielplatzes, umgeben von bunten Blumen und einem kleinen Kieselsteinweg. Sie war schon ein bisschen morsch, aber sie funktionierte noch â wenn man krĂ€ftig pumpte, kam klares, kaltes Wasser heraus.
âHört ihr das?", flĂŒsterte Mia und blieb stehen.
Alle lauschten. Plitsch, platsch, plitsch.
Das GerÀusch kam nicht von oben, sondern von unten.
âUnter der Pumpe?", fragte Felix unglĂ€ubig.
Tom kniete sich hin und spĂ€hte durch die Holzbretter. Es gab dort einen kleinen Spalt, durch den man hindurchsehen konnte. Und tatsĂ€chlich â es glitzerte! Etwas Nasses, etwas Bewegliches.
âWas ist das?", fragte Alva gespannt.
Frau Sonnenschein kam mit einem Eimer in der Hand vorbei. âAh, ihr habt die Pumpe entdeckt. Wisst ihr, unter der Pumpe ist ein kleiner, unterirdischer Bach. FrĂŒher hat man daraus das Wasser fĂŒr den Garten geholt."
âEin Bach? Unter uns?", staunte Tom.
âJa. Aber es gibt da ein Problem." Frau Sonnenschein seufzte. âIrgendwas blockiert den Durchfluss. Das Wasser kommt nicht mehr richtig durch. Deshalb mĂŒssen wir es jetzt aus dem Haus holen."
Tom sah seine Freunde an. Dann fragte er mutig: âKönnen wir helfen?"
Frau Sonnenschein lĂ€chelte. âDas wĂ€re wunderbar. Aber seid vorsichtig â es ist rutschig und eng."
Und genau da begann das nÀchste Abenteuer...