Willi war schon früh wach. Die Sonne unter der Wasserkuppel schimmerte golden durch das runde Fenster seiner kleinen Hütte und legte ein warmes Licht auf den Muschelsessel. Er streckte sich, gähnte – und musste grinsen. Urlaub. Das Wort fühlte sich noch ganz neu an. Ganz leicht und kribbelig.
Kaum hatte er die Hütte verlassen, sauste Fizzi, der kleine Sonnenbrillen-Fisch, um die Ecke. "Guuuten Mooorgen, Willi! Bereit für deinen allerersten echten Strandtag?"
Willi nickte eifrig. "Aber sowas von!"
"Gut! Dann kommt jetzt der allererste Punkt auf unserer Urlaubsliste: Das perfekte Strandplätzchen finden!"
Die beiden machten sich auf den Weg. Der Sand unter Willis Körper war warm, aber nicht heiß, und fühlte sich weich an wie frisch gefallener Staub. Um sie herum glitzerten Muschelhäuschen in allen möglichen Formen – als hätten kleine Meereskünstler sie überall hingestreut.
"Hier auf Aqualuna", erklärte Fizzi, "gibt es für jeden Gast genau den richtigen Platz. Manche mögen's gerne schattig, manche total sonnig, manche direkt am Wasser, manche weiter hinten bei den Kokospalmen."
"Und woher weiß man, welcher der richtige ist?"
Fizzi grinste. "Du wirst's fühlen!"
Sie gingen ein Stück den Strand entlang. Ein paar Inselbewohner winkten ihnen zu: ein rundlicher Krabben-Opa mit Strohhut, ein paar fröhliche Seestern-Kinder, die in bunten Eimern Sand sammelten, und ein Delfinmädchen, das auf einem Wasserroller vorbeischwebte.
Alles wirkte fröhlich und entspannt, als gäbe es hier keine Sorgen.
Schließlich blieb Willi vor einer besonders schönen Stelle stehen. Vor ihm lag der Strand seicht abfallend ins Wasser, das in sanften Türkistönen glitzerte. Eine Palme spendete ein bisschen Schatten, aber nicht zu viel. Und direkt daneben lag ein großes, rundes Felsstück – perfekt, um sich anzulehnen.
"Fizzi?", sagte Willi leise. "Ich glaube… das ist mein Platz."
Der kleine Fisch sah sich um und lächelte breit.
"Ich glaube, der Platz hat schon auf dich gewartet."