Willi wachte an diesem Morgen mit einem sonderbaren Gefühl auf. Nicht unruhig – eher so, als würde etwas Schönes in der Luft liegen. Der Sand schimmerte heller als sonst, und selbst die Palmenblätter wirkten heute fröhlicher. Die Luft unter der Kuppel duftete nach frisch geschnittenem Obst und warmem Kokos.
Kaum hatte er die Tür geöffnet, stand Fizzi schon bereit. Diesmal ohne Sonnenbrille, aber mit einer kleinen Muschelkette um den Hals.
"Wiiiiilliiii!" rief er fröhlich. "Heute ist ein ganz besonderer Tag!"
Willi schmunzelte. "Oh-oh. Was hast du vor?"
"Nichts!" sagte Fizzi und versuchte unschuldig zu gucken. "Also… naja… ein kleines bisschen was schon. Aber du wirst es sehen! Komm einfach mit!"
Sie gingen gemeinsam den Strand entlang. Begegneten sie jemandem, grinste derjenige breit – manchmal zu breit. Das Delfinmädchen wackelte auffällig mit ihrer Flosse. Die Seestern-Kinder kicherten, als sie Willi sahen. Und sogar der Krabben-Opa grüßte etwas zu herzlich.
"Fizzi… was passiert hier?"
"Nichts! Also… bald etwas! Aber jetzt noch nicht!"
Willi musste lachen. "Du bist der schlechteste Geheimnishüter überhaupt."
Sie kamen zu Willis Lieblingsplatz am Strand – der Stelle, an der die Palme einen perfekten Schatten warf und der große, runde Felsen wie ein gemütlicher Rückenlehner wirkte. Doch etwas war anders.
Der Platz war leer.
Kein Sandspielzeug.
Keine Fußspuren.
Alles wirkte… vorbereitet.
Fizzi stupste ihn. "Setz dich hin. Genau da."
Willi tat es. Der Sand war warm und angenehm weich.
Dann hörte er es:
Ein Rascheln.
Ein Kichern.
Ein leises Platschen.
Aus allen Richtungen bewegte sich etwas auf ihn zu.
Willi hatte keine Ahnung, was gleich passieren würde – aber es fühlte sich nach etwas Wunderbarem an.