Maja war eine kleine Maus mit glänzenden Augen und einem sehr ordentlichen Kopf. Sie lebte mit ihrer Familie in einem gemütlichen Bau unter einer alten Eiche. Maja liebte Pläne. Sie liebte es, Dinge Schritt für Schritt zu machen, genau so, wie sie es sich vorgestellt hatte. Wenn etwas nach Plan lief, fühlte sich Maja ruhig und zufrieden.
An diesem Nachmittag hatte Maja etwas ganz Besonderes vor. Sie wollte ein großes Bild malen. Schon am Morgen hatte sie darüber nachgedacht, welche Farben sie benutzen wollte. Das Papier lag bereit, die Pinsel waren sauber, und die Farbtöpfe standen ordentlich nebeneinander. In Majas Bauch fühlte sich alles ruhig an.
Gerade als sie den ersten Pinselstrich machen wollte, hörte sie schnelle Schritte. Ihr kleiner Bruder Paul lief in den Raum. Er schaute sich neugierig um, blieb hängen – und stolperte. Das Glas mit der roten Farbe fiel um und ergoss sich über das Papier.
In Majas Kopf machte es plötzlich einen lauten KNALL. Ihr Herz schlug schnell, ihre Ohren wurden heiß, und ihre Pfoten ballten sich fest zusammen. „Nein!", schrie sie laut. „Jetzt ist alles kaputt!"
Maja spürte, wie die Wut in ihr hochschoss wie ein Blitz. Sie wollte schreien, alles wegschieben und davonlaufen. Gleichzeitig sah sie, wie ihr Bruder erschrak und zu weinen begann. Das machte Maja noch wütender – und gleichzeitig fühlte sie sich plötzlich ganz schwer.