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Jede Geschichte ist gleich aufgebaut — und genau das ist der Punkt

Die Lernolotl-Geschichten · 6 Bände · je 10 Geschichten · ab 3 Jahren

Zehn Seiten pro Geschichte. Immer dieselbe Reihenfolge. Immer derselbe Abschluss.

Der Lernolotl ist ein mintgrüner Axolotl mit Brille, der die Welt etwas anders wahrnimmt als die Kinder um ihn herum — lauter, langsamer, genauer. Sechs Bände begleiten ihn durch Kita, Schule, Sport, Freundschaft, Zuhause und seine innere Welt. Jeder Band enthält zehn Geschichten.

Der immer gleiche Aufbau ist kein Sparmodell, sondern der Kern: Kinder, denen Verlässlichkeit hilft, wissen ab der zweiten Geschichte genau, was kommt. Vier Bilder, vier Abschnitte, dann das Gespräch. Diese Vorhersehbarkeit nimmt Anspannung raus, bevor die Geschichte überhaupt beginnt.

Die zehn Seiten einer Geschichte

Vier ganzseitige Illustrationen

Jede Geschichte hat vier große Bilder, je eines vor einem Textabschnitt. Kinder, die noch nicht lesen, folgen der Handlung über die Bilder mit.

Vier Textabschnitte

Die Geschichte ist in vier Vorleseabschnitte geteilt. Man kann nach jedem aufhören, ohne mitten im Geschehen zu stehen — praktisch, wenn die Aufmerksamkeit kippt.

Eine Seite Nachbesprechung

Fünf Fragen zum Gespräch, jede mit einer Rückfrage ins eigene Leben des Kindes. Gedacht zum Auswählen, nicht zum Abarbeiten.

Eine Seite für Erwachsene

Warum das Thema schwierig ist, was dahintersteckt und was konkret hilft — geschrieben für Eltern und für Fachkräfte in Kita und Schule.

Die Bilder- und Textseiten wechseln sich ab: Bild, Text, Bild, Text — bis zum Ende der Geschichte. Danach kommen die beiden Seiten für das Gespräch danach.

Eine Geschichte im Ausschnitt

Aus „Lernolotl in der Kita“, Geschichte 2: Darf ich mitspielen?

Aus dem Vorlesetext

Der Lernolotl mochte den Spielplatz eigentlich. Er mochte die Schaukel, weil die sich gleichmäßig bewegte. Er mochte den Sandkasten, weil man dort Dinge bauen konnte, die eine Form hatten. Was er nicht so gut konnte, war einfach in ein Spiel hineinzugehen, das schon angefangen hatte.

Mia und Ben spielten schon. Sie liefen um das Klettergerüst herum und machten dabei Geräusche, die der Lernolotl nicht ganz einordnen konnte — irgendwas zwischen Zug und Raumschiff. Das Spiel hatte also schon Regeln.

Die Nachbesprechung

  • Warum bleibt der Lernolotl zuerst beim Apfelbaum stehen? Gab es schon mal eine Situation, in der du nicht wusstest, wie du anfangen sollst?
  • Was macht Mia anders als viele andere Kinder? Wie fühlt es sich an, wenn jemand einfach fragt?
  • Der Lernolotl wird Navigator. Was kannst du besonders gut, das andere vielleicht nicht so gut können?
  • Ben sagt kaum etwas — und ist trotzdem freundlich. Gibt es verschiedene Arten zu zeigen, dass man jemanden mag?

Die Seite für Eltern und Fachkräfte

Viele neurodivergente Kinder wollen mitspielen, wissen aber nicht, wie sie anfangen sollen. In ein laufendes Spiel einzusteigen heißt: Regeln erraten, den richtigen Moment finden und Ablehnung riskieren. Das überfordert schnell. Was hilft:

  • Rollen statt Regeln — Bekommt ein Kind eine klare Rolle — Navigator, Beobachter, Materialwart — sinkt die soziale Unsicherheit deutlich. Die eigene Stärke wird zum Beitrag.
  • Beobachten ist kein Rückzug — Viele Kinder brauchen Zeit zum Zuschauen, bevor sie einsteigen. Das ist keine Schüchternheit, sondern Informationssammlung. Drängen macht es schwerer.
  • Direkt fragen lässt sich üben — Kinder können erleben, dass direkte Fragen meistens gut ankommen — das stärkt beide Seiten, die fragende und die gefragte.

Die Geschichten gibt es auch kostenlos

Alle Lernolotl-Geschichten stehen in der Bibliothek zum Lesen bereit, ohne Anmeldung und ohne Kosten. Das bleibt auch so. Die Bücher bieten etwas anderes: die ganzseitigen Illustrationen, die Nachbesprechung und die Fachkräfte-Seite zu jeder Geschichte, alles auf Papier und ohne Bildschirm.

Die sechs Bände

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Kein Geschichtenband, sondern ein Übungsheft: Schulfähigkeit spielerisch prüfen und fördern, entwickelt mit einer Grundschullehrerin.

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Die Spielesammlungen in einem Band: kooperative Spiele für drinnen, draußen, unterwegs und für die Wanne — meist ohne Material.

Der Sonderband „Der Lernolotl ist besonders“ für Geschwisterkinder hat eine eigene Seite.

Für wen die Reihe gedacht ist

  • Familien mit einem Kind, das die Welt lauter, langsamer oder genauer wahrnimmt als andere
  • Familien ohne Diagnose — der Lernolotl erklärt Unterschiede, ohne sie zu etikettieren
  • Kitas und Grundschulen, die einen Gesprächsanlass zu sozialen Situationen brauchen
  • Erwachsene, die nach dem Vorlesen etwas in der Hand haben wollen — dafür sind die letzten zwei Seiten da

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